Samstag, 31. Dezember 2011

[STRICKEN] Julekuler

Für dieses Jahr bin ich ein bisschen spät dran mit den gestrickten Weihnachtsbaumkugeln, denn am ehesten finde ich auf der Bahnfahrt zur und von der Arbeit Zeit zum Handarbeiten, aber Stricken ist in der überfüllten Bahn nicht so wirklich mein Ding :/ Dafür habe ich die Zeit an den Feiertagen und zwischen den Jahren genutzt, um ein bisschen für Weihnachten 2012 vorzuarbeiten, ich hoffe bis Dezember 2012 habe ich zwölf Kugeln fertig, auch wenn ich mich zwischendurch anderen Hand- oder Bastelarbeiten widmen möchte ;)

Nach der einfarbigen Übungskugel und einem einfachen Farbwechsel, habe ich mir zunächst das in meinem Augen simpelste Muster vorgenommen: ein Herz. Danach habe ich das Schaukelpferd und das Eichhörnchen gestrickt, das Schweinchen ist das erste Muster, das ich ausprobiert habe, welches über zwei Nadeln geht.


Aus dem Internet habe ich mir ein Kreuzstichmuster für eine Katze herausgesucht, dass ich noch ein wenig modifizieren muss, damit es auf eine Julekuler passt, derzeit suche ich noch nach einer einfachen Froschsilhouette, bin aber bislang nicht fündig geworden. Kennt vielleicht jemand eine Seite im Internet, auf der man Kreuzstichvorlagen findet bzw. hat Zuhause jemand ein Froschmuster in petto? Ansonsten bietet "Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln" ja noch weitere 51 Muster neben den 4, die ich bisher nachgestrickt habe... das reicht für einige Weihnachtsbäume ;)

Sonntag, 18. Dezember 2011

[BASTELN] Kronkorken-Magnete mit "Tim und Struppi"-Motiven

Nach eingehender Lektüre von "Creatissimo: Macht das Leben bunter!" sehe ich Müll derzeit mit ganz anderen Augen und eine Idee aus diesem Buch hat mich zu der heutigen Bastelei inspiriert, und dank der aktuell im Handel erhältlichen Sonder-Edition von Karamalz braucht man dafür keinerlei Talent zum Basteln und nicht ein Fünkchen Kreativität ;) Und um es noch einfacher zu machen: tatsächlich kamen vor mir wohl schon sooo viele Leute auf die Idee aus Kronkorken Magnete zu basteln, dass es dafür spezielle Bastelsets bestehend aus Schaumstoffeinsatz und Magnet gibt. Neben Kronkorken, Schaumstoffeinsatz und Magnet braucht es nur noch ein paar Tröpfchen Industriekleber (Sprühkleber hält ebenfalls bombenfest, braucht aber wesentlich länger zum Trocknen) und, tataaa - fertig sind die Magnete im Tim und Struppi Stil:



Irgendwann mache ich auch noch schöne Magnete mit Decopatch oder hübschen Knöpfen, nicht umsonst habe ich mir direkt einen 30er-Pack-Kronkorken-Magnet-Bastelsets gekauft und meine Bastelschränke quillen über vor Farbe, Servietten, Stoffen usw., aber erstmal trinke ich meinen Kasten Malzbier leer und fabriziere weitere Magnete mit Charakteren aus Tim und Struppi und nebenher versuche ich meinen Freundes- und Bekanntenkreis dazu zu erziehen, Flaschen zu öffnen OHNE dabei mein wertvolles Bastelmaterial zu zerstören ;D

Sonntag, 11. Dezember 2011

[REZENSION] Die kreative Manufaktur - Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken

Titel: Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken
Autor: -/-
Fotograf: -/-
Übersetzer: -/-
Verlag: Frech
Reihe: Die kreative Manufaktur
Ausführung: Hardcover, 111 Seiten





SÜSSE GESCHENKE ZU WEHNACHTEN: LECKEREIEN BACKEN & VERPACKEN

Unter dem Label "Die kreative Manufaktur" hat der Frech Verlag mittlerweile vier Titel veröffentlicht und passend für die Advents- und Weihnachtszeit ist das Buch "Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken" erhältlich.

Der Inhalt des Buches ist in folgende Rubriken unterteilt:
Schokoladenseiten
Nuss und Mandelkern
Weihnachtsgewürze inkl. Kleine Warenkunde
Geistreiche Genüsse
Fruchtige Köstlichkeiten
Vorlagen
Autorinnen und Impressum

Gemäß dem Anlass sind die Food-Fotos häufig weihnachtlich dekoriert und die Geschenkverpackungen der Leckereien schmücken weihnachtliche Motive oder kommen in den klassischen Farben rot und weiß daher. Allein das reine Durchschmökern des Buches macht schon Appetit auf die abgebildeten Köstlichkeiten und lässt die erste Weihnachtsstimmung aufkommen.

Das Buch ist so aufgebaut, dass in der Regel jedem Rezept eine Doppelseite und dem darauffolgenden Verpackungstipp ebenfalls eine Doppelseite gewidmet ist. Bei einfacheren Rezepten und Verpackungen geht die Anleitung manchmal nur über eine Doppelseite, aber immer ist alles im Detail aufgeführt.
Die Rezepte sind unterteilt in Zutatenliste, Zeitaufwand, Zubereitung, Tipps und Variationsmöglichkeiten. Die Verpackungsvorschläge sind untergliedert in Materialliste und Anleitung. Die Vorlagen für dekorative Motive und Schachteln und Tüten finden sich komplett am Ende des Buches. Hier lässt sich nur ein kleiner Wermutstropfen anmerken: es ist kein Vorlagenbogen mit Anleitungen in Originalgröße vorhanden, sondern die Vorlagen müssen fast alle vergrößert werden.

Die Ideen zum Verpacken sind genauso vielfältig wie die Rezeptideen in diesem Buch: wo neben Likören auch kleine Kuchen, Kekse, Gewürze, Chutney und Gelee zu finden sind, so erstrecken sich die Dekorations- und Verpackungsvorschläge über kleine Panettone in Tontöpfen gebacken über edle Geschenkkartons bis hin zu pfiffig bunten Geschenktüten. Der Ideenpool in diesem Buch ist sehr vielfältig und regt damit auch das Entwickeln von eigenen Ideen an. Viele der Geschenkverpackungen können darüber hinaus auch für andere kleine Weihnachtsgeschenke eingesetzt werden.

Die Rezepte sind leicht nachzuarbeiten und da man trotz der besinnlichen Weihnachtszeit häufig in den letzten Wochen davor unter Zeitmangel leidet - sei es wegen fehlender Geschenke, einer auf Hochtouren laufenden Weihnachtsbäckerei oder anderen Vorbereitungen für das Fest der Feste - hat es mir besonders gut gefallen, dass einige der Geschenkideen in diesem Buch mit minimalem Zeitaufwand umzusetzen sind. Auch die Verpackungsideen erstrecken sich über blitzschnell realisierbar bis hin zu etwas mehr Zeitaufwand, so dass jeder Weihnachtsbäcker nach Zeit, Lust und Laune Rezepte und Dekorationen nacharbeiten kann und mit seinen selbstgemachten Geschenken sicherlich großen Applaus am Weihnachtsfest erntet!

Das Preis-Leistungs-Verhältnis von "Süße Geschenke zu Weihnachten: Leckereien backen & verpacken" finde ich super, da nicht nur die Aufmachung wunderschön und hochwertig ist, sondern man hier mit den darin enthaltenen Rezepten und Bastelideen quasi zwei Bücher (ein Koch- und Backbuch und ein Bastelbuch) zum Preis von einem erhält.

Auf kreative-manufaktur.de und unter topp-kreativ.de gibt es noch viele weitere Empfehlungen zum Selbermachen!
Auf der Seite der kreativen Manufaktur befindet sich eine Übersicht mit allen bisher erschienenen Titel der Reihe, es werden regelmäßig neue Rezepte und Verpackungsideen veröffentlicht, außerdem kann man direkt über die Seite Verpackungszubehör bestellen.

Dienstag, 6. Dezember 2011

[REZENSION] Arne & Carlos - Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln

Arne & Carlos
Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln
Verlag: Frech
144 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3772467504
ISBN-13: 978-3772467509

Arnes und Carlos' Julekuler, dass sind auf einen Blick:
1 Grundanleitung für den gestrickten Baumschmuck
55 Muster unterteilt in folgende Rubriken:
Bald ist es soweit
Kinderhandschuhe
Im Frühtau zu Berge
Tradition
Ein Skipullover
Grüne Zweige
Nur noch ein Tag
Heiligabend
Weihnachtliches Zuckerzeug
Herzen
Chor der Engel
Religiöse Motive
Tiere
Rentiere
Kerzen
Besuch zum Fest
... und eine Blanko-Vorlage zum Entwerfen und Einzeichnen eigener Muster.

Bevor es ans Julekuler-Stricken geht, erzählen Arne und Carlos von ihrem Leben auf dem Land in einem alten Bauernhof, davon, wie sie ihr Haus zur Weihnachtszeit schmücken, und wie es dank ihrer Leidenschaft für die Weihnachtszeit zur Geburt der gestrickten Julekuler kam.

Die Anleitung für die Julekuler ist sehr ausführlich und umfangreich. Im zweiten Kapitel werden die zunächst alle notwendigen Grundlagen erklärt. Hier erfährt der Leser alles über Materialien, Techniken und Grundmuster. In diesem Abschnitt befindet sich die Grundanleitung für die Julekuler, die unabhängig vom Muster für alle Kugeln gilt. Außerdem wird erklärt, wie der Aufhänger für die fertigen Julekuler aus einer gehäkelten Luftmaschenkette angefertigt wird, wie man Strickmaschen zu- und abnimmt, und das die Muster statt eingestrickt auch aufgestickt werden können. Neben Textanleitungen sind die Grundlagen außerdem in anschaulichen Illustrationen erklärt.

Dem Grundlagenkapitel schließen sich nahtlos die Kapitel mit den 55 Muster-Julekulern an. Jedem Design ist eine komplette Seite gewidmet: zwei Bilder zeigen die Kugel zum einen im fertiggestrickten Zustand, zum anderen ist jede Kugel im skizzierten Zustand auf Karopapier aufgezeichnet, wo man ganz einfach das Strickmuster abzählen kann. Wer gerne eigene Muster entwirft, wird sich sicherlich über die mitgelieferte Blanko-Vorlage zum Kopieren am Ende des Buches freuen.

Obwohl ich seit Jahren nicht mehr mit Nadelspiel gestrickt habe, kam ich sehr leicht mit den Anleitungen im Buch zurecht. Die vorgeschlagenen Dekorations- und Abwandlungsmöglichkeiten der Julekuler durch aufgeklebte Schmucksteine und verwendetes Effektgarn, regen außerdem dazu an eigene Ideen zu entwickeln, so habe ich schon hübsche Knöpfe und kleine Glöckchen auf die Julekuler aufgenäht und statt Luftmaschenketten als Aufhänger schmales Satinband verwendet. Obwohl man mit 55 Mustervorschlägen schon für einige Wochen beschäftigt ist, bietet das Buch darüberhinaus also eine wahre Fundgrube unzählige Abwandlungen zu kreieren oder ganz frei neue Muster zu entwickeln.

Doch "Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln" ist nicht nur ein sehr gut und anschaulich erklärtes Handarbeitsbuch mit zahlreichen Musterideen, zusätzlich liefern Arne und Carlos zu jedem Muster die Entstehungsgeschichte und kleine Anekdoten, Auszüge aus Geschichten, Liedern und Gedichte erzählen etwas über die Herkunft vieler Muster und formatfüllende Fotos von weihnachtlich geschmückten Puppenstuben, festlich gedeckten Tischen und eingeschneiten Winterlandschaften machen das Buch zudem zu einem wahren Augenschmaus, in dem man gerne schmökert und sich neben Anregungen zum Julekulerstricken auch Ideen für anderen Weihnachtsschmuck und weitere Dekorationsmöglichkeiten holen kann.

'Kapitel 13
Chor der Engel
Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen sehn,
sie gehen zum Weihnachtsbaum und beten
und wenden wieder sich und gehn.'

'Kugel 53
Das Licht der heiligen drei Könige
Der 6. januar, der Dreikönigstag, war von Alters her ein wichtigerer Feiertag als Heiligabend. An diesem Tag durfte man nicht im Wald arbeiten, es hieß, wann immer jemand am Dreikönigstag eine Waldarbeit begonnen hatte, war das schlecht ausgegangen. Einer hatte sogar den Verstand verloren, nachdem er an dem Tag etwas im Wald gesehen hatte, das ihn so erschreckt hatte, dass er nie wieder normal wurde.'

Ein wunderschönes Handarbeitsbuch über eine Strickidee mit Suchtpotential, das mich sicherlich nicht nur in den Wintermonaten zum Nadelspiel greifen lassen wird!

Mehr Informationen zu den beiden Desigern findet man auf ihrer Website arne-carlos.com und unter topp-kreativ.de gibt es noch viele weitere Empfehlungen zum Selbermachen!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

[STRICKEN] Julekuler: Weihnachtskugeln – eine Grundanleitung und 55 Strickmuster

Hohoho... Weihnachten steht vor der Tür und deshalb habe ich für euch ein weihnachtliches Strickbuch getestet:


"Julekuler: Gestrickte Weihnachtskugeln" war mir dank des weihnachtlich bestrickten Verlagstands von Frech und den schaustrickenden Designern Arne und Carlos bereits auf der Buchmesse ins Auge gesprungen.

Monika Trapp von der Buchhandlung in der Villa Herrmann in Mainz-Gustavsburg war von dem Schaustricken auf der Buchmesse wohl ähnlich fasziniert wie ich und da die beiden Designer mittlerweile in Norwegen eingeschneit sind, beauftragte sie kurzer Hand eine Bekannte damit, sich in die Kunst des Julekuler-Strickens einzuarbeiten, um das Wissen am heutigen Nachmittag an andere Strick- und Weihnachtsbegeisterte weiterzugeben.

Mit dabei waren Wolle, ein Nadelspiel, Geduld und gute Laune. Monika Trapp hatte für alle der 30 anwesenden Strickerinnen die Grundanleitung der Julekuler kopiert und Elfriede Friese untermauerte die wirklich gut erklärte Anleitung noch mit Worten und einer kurzen Einweisung. Schon bald klapperten alle Nadeln und nach einem etwas kniffligen Einstieg ließen sich die Julekuler nach einigen Runden schon recht routiniert stricken. Obwohl ich seit Jahren kein Nadelspiel mehr in den Händen hatte und wiiirklich seeehr laaangsam stricke, habe ich die Kugel am heutigen Nachmittag immerhin zu zwei Dritteln fertiggestellt und damit einen Anreiz wieder häufiger zum Nadelspiel zu greifen. Kleine Strickprojekte, die innerhalb eines Tages fertiggestellt werden können, liegen mir einfach mehr als ein Pullover oder eine Jacke (die bei mir garantiert irgendwann halbfertig und vergessen in einer Ecke landen würde...) ;)

Für Anfänger bietet sich zum Üben eine einfarbige Kugel an, die nach Fertigstellung aber noch mit Knöpfen, selbstklebenden Schmucksteinen oder Pailletten verziert werden kann, der eigenen Kreativität sind beim Julekuler-Stricken keine Grenzen gesetzt!

Für Fortgeschrittene und Vielstricker bietet das Buch 55 Strickmuster, auf der letzten Seite befindet sich eine Blanko-Grundanleitung zum Kopieren, auf der man eigene Muster entwerfen kann.


Neben Tipps und Tricks hatte Elfriede Friese auch einige nachgearbeitete Kugeln als Anschauungsmaterial mitgebracht. Links einfarbig nach Grundmuster mit aufgeklebten Schmucksteinen, rechts ein Muster aus dem Julekuler-Buch von Arne & Carlos.

Je nach verwendeter Nadel- und Garnstärke variieren die Kugeln in der Größe. Prinzipiell können alle Garne verstrickt werden, auch mit Effekt- und Flauschgarnen kann man tolle Weihnachtskugeln zaubern. Bei Verwendung von Verlaufsgarnen erhält man ohne zusätzlichen Aufwand ein schönes Farbmuster.


Nachdem die Nadeln warmgeglüht waren, hat Monika Trapp den Stricknachmittag noch mit einer kurzen Lesung aus dem Buch begleitet, das neben den Anleitungen (außer den Mustern enthält das Buch auch alle Grundlagen wie Maschen aufnehmen, zunehmen und abnehmen usw.) auch die Entstehungsgeschichte der gestrickten Julekuler enthält. Und weil das Julekuler-Stricken so viel Spaß gemacht hat, habe nicht nur ich die Buchhandlung mit dem Buch von Arne und Carlos verlassen, hohoho... ;)

Dienstag, 22. November 2011

[VERANSTALTUNGSTIPP] Stricknachmittag in der Buchhandlung in der Villa Herrmann

Weihnachtskugeln
eine Grundanleitung und 55 Strickmuster

Stricknachmittag in der Buchhandlung in der Villa Herrmann

Weihnachtskugeln sind ein traditioneller Festschmuck, nicht nur für den Baum, sondern für das ganze Haus. Besonders festlich wird das Zuhause, wenn die Kugeln selbst gestaltet sind. Die beiden norwegischen Designer Arne & Carlos haben sich für ihre Weihnachtskugeln etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie stricken sie und verwenden dabei traditionelle norwegische Strickmuster. In ihrem Buch "Julekuler" zeigen sie die Grundanleitung und 55 Variationen.

Elfriede Friese hat sich vorbereitet und zeigt Ihnen am
Mittwoch, 30. November 2011, von 16.00 bis 18.00 Uhr
in der Buchhandlung in der Villa Herrmann,
Mozartstraße 3, 65462 Ginsheim-Gustavsburg,
wie es gemacht wird.

Die interessierten Strickerinnen und Stricker sollten mitbringen: Fünf Gramm festes Wollgarn. Gut sind zwei Farben, etwa weiß und rot. Und ein entsprechendes Nadelspiel. Idealerweise alles in Stärke drei. Dann noch gute Laune und etwas Geduld - und schon kann eine gestrickte Weihnachtskugel entstehen.

Voranmeldung erbeten unter Telefon 06134-566960.

(Quelle: Emailbenachrichtigung der Buchhandlung in der Villa Herrmann)

Freitag, 18. November 2011

[DECOPATCH] Couchtisch im Brit-Style

Zur Zeit leide ich unter einer ausgewachsenen Kreativflaute, aber aus der Not geboren habe ich ein neues Hobby ausprobiert, für das man je nach Einsatzgebiet nicht mal sonderlich künstlerisch begabt sein, dafür aber Ausdauer zeigen muss.

Letzte Woche haben wir unseren alten Couchtisch aus dem Wohnzimmer geschmissen und der neue Tisch blieb genau eine Nacht im Neuzustand, bevor ihn ein hässlicher Kratzer schmückte :/

Deshalb habe ich mir im Internet Decopatch-Zubehör bestellt, um aus der verkratzten Massenware ein "neues" Einzelstück zu zaubern, tataaa:


Man benötigt:

* mehrere Bögen Decopatch-Papier
* Paperpatch Kleber
* einen Decopatch Seidenpinsel
* Aquapro Klarlack
* Wasserglas zur Reinigung des Pinsels, evtl. eine Schere

Das Papier in kleine Stücke reißen. Auf die gewünschte Stelle des Untergrundes Kleber auftragen. Stück für Stück das Papier auf den Untergrund kleben. Anschließend eine weitere Schicht Klebstoff auf das Papier auftragen. Solange wiederholen, bis die gesamte Fläche beklebt ist. Die Papierschnipsel sollen sich leicht überlappen. Nach dem Austrocknen lackieren. Bei Dekoobjekten reicht eine Lackschicht, häufig genutzte Objekte sollten zweimal lackiert werden, Gegenstände, die mit Lebensmitteln oder Geschirrspülern in Berührung kommen, sollten dreimal lackiert werden. Zwischen den Anstrichen immer eine Stunde trocknen lassen!

Da ich die Motive erhalten und nicht irgendwelche Schnipsel erzeugen wollte, hat die Schnippelei und Kleberei immerhin 4 Stunden für eine 90x90cm große Fläche in Anspruch genommen. Ich glaube für einen Schrank hätte ich nicht das nötige Durchhaltevermögen :D Aber ansonsten hat mir Decopatch viel Spaß gemacht, ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und kleinerei Gegenstände werde ich sicherlich noch in Angriff nehmen ;) Es gibt z.B. Buchstaben und Zahlen aus Karton, aus denen man sich tolle Schriftzüge fürs Regal oder für die Wand zaubern kann.

Der Lack ist übrigens sehr dünnflüssig und reicht ziemlich lange, an Bögen sollte man wegen dem Zerreißen und Überlappen mehr einrechnen als die reine Grundfläche des zu beklebenden Untergrunds. Ich hatte mir außerdem weiße Grundierung mitbestellt, aber die habe ich trotz des schwarzbraunen Untergrunds nicht benötigt.

Bestellt habe ich bei Udig, dort gibt es alles an Zubehör, was man für das Decopatchen benötigt, außerdem eine große Auswahl an Motivpapieren. Die Zustellung erfolgte innerhalb von 3 Arbeitstagen inkl. einer Tüte Gummibärchen ;) und einer Decopatch-Anleitung.

Mittwoch, 2. November 2011

[REZENSION] Simsek, Kamuran - 100 bezaubernde Häkelminis

Kamuran Simsek
100 bezaubernde Häkelminis
Verlag: Frech
80 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3772467393
ISBN-13: 978-3772467394

"100 bezaubernde Häkelminis" sind kleine Häkelarbeiten, die sich sehr schnell und einfach nacharbeiten lassen und vielseitig einsetzbar sind. Nebenbei eignen sie sich wunderbar zur Resteverwertung.

Inhalt:
Vorwort
Zauberhafte Blümchen
Überall unterwegs
Auf dem Lande
Kleine Leckereien
Spiel & Spaß
Lustige Unterwasserwelt
Wildes Tierleben
Fröhliche Weihnachtszeit
So wird's gemacht / Abkürzungen
Autorin / Impressum

Jedes Mini kann man auf einem Foto sehr gut im Detail erkennen, die schriftliche Erklärung der Handarbeit umfasst eine Materialliste (Wolle, Stärke der Häkelnadel) und eine Anleitung, die ggfs. in Einzelteile unterteilt ist (Blüte und Stiel einer Blume oder Gehäuse und Lichter einer Ampel) und zusätzlich den Punkt Fertigstellen beinhaltet (z.B. Zusammennähen der Einzelteile, Umhäkeln der Arbeit, Knöpfe aufnähen, besticken).

Obwohl das Nacharbeiten der Minis nach den Anleitungen schon kinderleicht ist, finden Anfänger unter "So wird's gemacht" noch einige hilfreiche Erklärungen und zusätzliche Informationen. Neben den Abkürzungen für Häkelmaschen, vermittelt die Autorin noch folgendes Grundwissen auf drei bebilderten Seiten:
In Runden häkeln
In Spiralrunden häkeln
In Reihen häkeln
Zusammenfügen der Einzelteile
Maschen zunehmen
Maschen abnehmen
Farbwechsel
Teile zusammenhäkeln
Häkel-Minis besticken (Stiel-, Platt-, Margeriten-, Knötchen- und Spannstich)

Da die Häkelarbeiten absolut für Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet sind, empfinde ich den Anhang mit Grundlagen als sehr nützlich und sinnvoll, da man in der Regel Grundwissen nicht immer parat hat bzw. dankbar über eine schnelle Auffrischung ist. Zudem kann man innerhalb des Buches die wichtigsten Dinge nachgucken ohne ein Zweitwerk zu Rate ziehen zu müssen.

Unter den Motiven finden sich sowohl Dinge die Mädchen begeistern als auch zahlreiche Motive für Jungs, Motive für besondere Anlässe (Weihnachten, Einschulung) und neutrale und universell einsetzbare Minis wie Blümchen, die sich wunderbar dafür eignen langweilige Taschen oder Jacken aufzupeppen. Wer Anregungen sucht, wie und wo sich Häkel-Minis einsetzen lassen, findet zahlreiche Ideen auf den Abbildungen im Buch: hier schmücken die kleinen Wollkreationen nicht nur Kleidungsstücke wie eine Schirmmütze, Sockenbündchen oder ein Jackenrevers, sondern auch Kissenbezüge, Lesezeichen, Stofftaschen, Bilder im Materialmix, ein Mobile oder Serviettenringe. Bei dem Einfallreichtum, den allein dieses Buch birgt, entwickelt man schnell weitere Ideen und so wurden bei uns schon Minis zusammen mit dem entsprechenden Zubehör zu Broschen im Materialmix oder Haarspangen verarbeitet.

Montag, 18. Juli 2011

[HÄKELN] Tassenwärmer #2

Weil es so viel Spaß macht eine zweite Ladung Tassenwärmer.

Ein Geschenk für meine Freundin Ina: "Exakt die gleichen Farben, genau dieselbe Größe und bitte mit den gleichen Knöpfen!" - zum Glück habe ich diesen Flohmarktfund gleich siebenfach ergattern können - und ein Miniatur-Tassenwärmer...


... für meine Tochter, die natürlich auch alles haben möchte, was Mama und ihre Freundinnen haben.
Passend für Kindertässchen oder Espressotassen.


Tipp: Tassenwärmer sollte man immer auf eine vorhandene Tasse angepassen!

Dienstag, 12. Juli 2011

[HÄKELN] Tassenwärmer

Wie schon erwähnt, komme ich einfach nicht von dem Buch "Häkelideen mit Granny Squares" los. Nach der Beanie im Slouch-Look habe ich nun einen der Tassenwärmer daraus nachgehäkelt.



Wie bereits bei der Beanie habe ich anscheinend viel lockerer gehäkelt als in der Vorlage angegeben (obwohl ich wirklich fest und gleichmäßig häkele!), zum Glück besitze ich überdimensional große Tassen, auf die mein Tassenwärmer trotzdem passt! Um beim nächsten Mal nicht wieder einen Sack oder ein 4-Personen-Zelt zu fabrizieren, habe ich mir nun dünnere Häkelnadeln besorgt. Jetzt muss ich mir nur noch das nächste Projekt aussuchen...

Montag, 11. Juli 2011

[NÄHEN] Nähkurs im Nähcafé Seidenfaden / Frankfurt

Früher war ich öfter kreativ, genäht - zumindest an einer Maschine - hatte ich allerdings nie, obwohl ich schon immer die tollen Dinge bewundert hatte, die andere mit Hilfe von Ideen, Stoffen und anderem Zubehör und eben einer Nähmaschine gezaubert hatten.
Der Wunsch selbst auch nähen zu können wurde vor einigen Monaten stärker, ebenso wie der, vergessene Hobbies wie Häkeln und Stricken endlich wieder mit Leben zu füllen. Bekannte und Freunde haben auf diesen Wunsch teilweise mit Unverständnis reagiert (Warum willst du Nähen können? Man kann sich die Sachen auch fertig kaufen.), teilweise mit Verwunderung (Wann willst du denn das noch machen? Gibt es auch was, was du nicht machst?).
Der Hauptauslöser war mit Sicherheit mein derzeitiger Brotjob. Mich persönlich befriedigt es in keinster Weise einerseits: in Routine zu verfallen und andererseits: abends "nichts in der Hand zu haben". Lösung: was neues Lernen und zwar etwas produktives.
Soweit so gut, nur wo einen Nähkurs hernehmen, der für mich (ohne Auto) erreichbar ist, bezahlbar und auf individuelle Bedürfnisse eingeht?

Plan A - mal gucken, was die Volkshochschule so anbietet - war schnell wieder verworfen:
* zu wenig Kurse
* unflexible Zeiten
* zu hohe Teilnehmerzahlen
* nach Möglichkeit sollte eine eigene Maschine mitgebracht werden
* festgelegte Kursinhalte
Plan B - nähen bei meiner Schwester lernen - ebenso:
* keine Lust
* wenig Zeit
* warum willst du das Lernen?
Hühnerdreck und Federfraß... dann doch "learning by doing"? Wer mich kennt, weiß das sowas schnell in die Hose gehen kann: ich traue mir wenig bis nichts zu, fange gerne Sachen an (und lasse sie dann jahrelang halbfertig liegen), bin ohne Ende ambitioniert und... lass das Ganze trotzdem kaum oder gar nicht angefangen wieder im Sande verlaufen.
Und nun?
Dank Internet bin ich dann aber auf folgende Seite gestoßen:


Das Nähcafé Seidenfaden liegt in Frankfurt und wurde im Herbst 2009 von Sylvia Schäfer eröffnet. Sie ist gelernte Schneiderin und bietet im Seidenfaden u.a. Nähkurse, Workshops und einen Änderungservice an.
Nach einem näherem Blick auf die Webseite von Seidenfaden war mir schnell klar, dass hier genau das geboten wurde, wonach ich gesucht hatte:
* flexibles Kursangebot
- Mo., Di., Mi. und Do. 19.15Uhr - 21.45Uhr
- Mi. 15.30Uhr – 18.00Uhr
- Fr. 16.00Uhr – 18.30Uhr
- Sa. 11.00Uhr - 13.30Uhr
- Sa. 14.15Uhr – 16.45Uhr
* Teilnehmerbegrenzung auf max. 6 Personen
* Nähmaschinen in ausreichender Zahl vorhanden (ebenso wie weiteres notwendiges Werkzeug wie Scheren, Stecknadeln usw.)
* frei wählbarer Kursinhalt
* Bus- und Straßenbahnhaltestelle nur wenige Meter von Nähcafé entfernt
Meine Wunschtermine habe ich alle auf Freitag gelegt, da diese Termine für mich am besten mit der Arbeit vereinbar waren, und da ich frühzeitig per Mail angefragt hatte, habe ich auch alle meine Wunschtermine belegen können. Gerade in der Herbst- und Winterzeit sind die Nähkurse stark frequentiert und daher sollte man sich bei Interesse frühzeitig um Termine kümmern!
Die Kurse sind gemischt, d.h. es gibt keine Trennung zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen, was aber kein Problem darstellt, weil Sylvia bei max. 6 Teilnehmern für jeden genug Zeit aufbringen kann und wegen dem offenen Kursinhalten sowieso kaum jemand das gleiche näht.
Wer zu Anfang noch ideenlos ist, was er nähen soll bzw. kann (oder sich einfach zuwenig zutraut beim ersten Mal, um sich selbst etwas auszusuchen), der bekommt in der ersten Stunde einen einfachen Schnitt zur Verfügung gestellt inkl. Stoff, der auch für blutige Anfänger in der ersten Nähstunde à 2 1/2 Zeitstunden fertigzustellen ist (ist er!).
Die Atmosphäre im Nähcafé ist locker, Sylvia kompetent und offenherzig, sie steht mit Rat und Tat bei Problemen und Fragen zur Seite, jedoch ohne sich ungefragt aufzudrängen.
Durch die frei wählbaren Kursinhalte bekommt man neben seiner eigenen Arbeit natürlich auch viele Ideen und Anregungen der anderen Kursteilnehmern mit, da die Ohren beim Bedienen der Nähmaschine nicht benötigt werden ;) Außerdem ergeben sich nette Gespräche, warum, wieso, weshalb die anderen zum Nähen gekommen sind, wer denn zukünftig welche Sachen nähen will, aus welchen Personen sich Sylvias Klientel zusammensetzt usw. usf. Neben - hoffentlich - gelungenen Eigenkreationen bietet der Besuch des Nähcafés also wirklich eine gemütliche Umgebung, viel Spaß und nette Kontakte!
Und nun geht's ans Eingemachte: Mein Näh-Fazit nach der Halbzeit des Kurses!
Für den ersten Termin habe ich das Angebot in Anspruch genommen das kleine Täschchen zu nähen, für das man Schnitt und Material zur Verfügung gestellt bekommt. Die Vorteile: es ist locker in der verfügbaren Zeit fertig zu stellen, der Schnitt ist sehr einfach und umfasst nur drei Einzelteile, die Tasche ist komplett mit der Maschine zu nähen, es ist kein Nacharbeiten oder Fertigstellen per Hand nötig, d.h. man geht voll motiviert aus dem Kurs und freut sich auf die folgenden Termine!


Für die zweite Stunde habe ich mir einen Knotenbeutel herausgesucht, für den ich im Internet eine freie Anleitung gefunden hatte. Den verkleinerten Schnitt habe ich bereits zu Hause auf Papier übertragen, damit mir während des Nähkurses nicht zu viel Zeit verloren geht. Da ich entweder nicht genau genug zugeschnitten hatte oder ein Fehler in der Anleitung war, habe ich bei der Tasche auf den runden Boden verzichtet, der wollte partout nicht passen und Falten einnähen oder den Boden nochmals neu zuschneiden und versäubern mochte ich nicht. Bis auf kleine Hilfestellungen habe ich bei meinem zweiten Termin Sylvia gar nicht um Rat oder Unterstützung bitten müssen, und herausgekommen ist dieser Beutel (bei dem ich allerdings noch ein bisschen was mit der Hand vernähen muss *stöhn*):


Nicht perfekt, aber meine Tochter findet ihn selbstverständlich trotz kleiner Anfängermängel wunderschön (Mama-Bonus *ggg*). Ich habe mich selbst etwas unter Stress gesetzt, weil ich den Beutel gerne an diesem Freitag fertig haben und nicht mit in die nächste Stunde nehmen wollte. Ich habe zwar zu Hause eine ältere Maschine, aber daran möchte ich mich erst setzen, wenn ich den Kurs abgeschlossen habe, da mir zu Hause momentan Platz und einiges an Zubehör fehlt und ich nicht mehrfach zwischen moderner und alter Maschine von zwei verschiedenen Herstellern umdenken möchte, aber das kann ja jeder handhaben wie er will. Ich weiß auf jeden Fall, mit etwas weniger Stress meinerseits, wäre die Tasche noch besser geworden, aber dafür, dass ich gerade erst zum zweiten Mal an einer Nähmaschine gesessen habe, darf ich mir trotz meiner eigenen Pingeligkeit mal auf die Schulter klopfen *klopfklopf*
Nach eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen: "Geht nicht, gibt's nicht!" Sylvia ist eine fantastische Lehrerin, der ich zutraue wirklich JEDEM das Nähen beizubringen.
Im Vergleich zu dem Volkshochschulkurs, der ich zuerst ins Auge gefasst hatte, ist das Lernen bei einer ausgebildeten Schneiderin und den einmaligen Konditionen auch gar nicht mal teuer:
Kurs im Nähcafé Seidenfaden: 65€ (4 Termine à 2 1/2 Zeitstunden)
Kurs an der Volkshochschule: 58€ (5 Termine à 3 Zeitstunden)
Keine Sorge: Sylvia schubst keinen Punkt Kursende von der Maschine weg, ich habe beide Male ungefähr eine Viertelstunde überzogen, das stellt kein Problem dar, wenn man nur noch eine Kleinigkeit fertigzustellen hat. Die Volkshochschule ist da mit Sicherheit nicht annähernd so flexibel.
Nähcafés gibt es mittlerweile in mehreren deutschen Großstädten, meine Empfehlung für das Konzept habt ihr ;) Ich ärgere mich höchstens darüber, dass ich dieses tolle Hobby nicht schon viel früher für mich entdeckt habe!

Dienstag, 28. Juni 2011

[REZENSION] Göhr, Stephanie / Sturm, Melanie / Wilder, Barbara - Häkelideen mit Granny Squares: Quadratisch, kultig, kreativ

Stephanie Göhr / Melanie Sturm / Barbara Wilder
Häkelideen mit Granny Squares: Quadratisch, kultig, kreativ
Verlag: Frech
80 Seiten, Hardcover
ISBN-10: 3772467385
ISBN-13: 978-3772467387

Granny Squares kennt sicher fast jeder vom Hörensagen, und sei es durch Omas original 70er-Jahre gehäkelte Toilettenpapierhaube, die aus Granny Squares gearbeitet wurde.
"Häkelideen mit Granny Squares" entstaubt den Häkelklassiker der 70er-Jahre und zeigt auf vielfältige Weise, welche kleinen und großen - gar nicht altmodischen Gebrauchs- und Dekorationsmöglichkeiten - in den Häkelquadraten stecken.

Der Inhalt des Buches setzt sich aus drei verschiedenen Teilen zusammen:
In "Granny Squares im Fokus" stellt das Autorinnen-Trio insgesamt 23 verschiedene Muster zum Häkeln von Granny Squares vor. Allein diese auf dem deutschsprachigen Büchermarkt einmalige Sammlung an Granny-Mustern lohnt den Kauf dieses günstiges Hardcoverbuches. Zudem die Anleitungen leicht verständlich und gut strukturiert aufgebaut sind. Zu Beginn werden die in den Anleitungen verwendeten Zeichen und Abkürzungen erklärt. Jedes der 23 Muster wird sowohl in Wort als auch in Häkelschrift (graphisch) erläutert. Diese Erklärungen in doppelter Ausführung finde ich nicht nur insofern hilfreich, dass hier jeder nach eigenem Gusto nacharbeiten kann, sondern sie helfen auch Häkelschriften lesen und verstehen zu lernen, um es im Anschluss auf andere Anleitungen anzuwenden. Zahlreiche Tipps der Autorinnen verleihen diesem sowieso rundum gelungenen Kapitel noch das I-Tüpfelchen!
Wen die Muse nach diesen vielfältigen und ausführlichen Anleitungen noch nicht geküsst hat, was er jetzt mit den vielen bunten Quadraten anstellen soll, kann sich Inspiration in der folgenden Rubrik "Zauberhaftes aus Granny Squares" holen, in der man Ideen zu "stilvollem Wohnen", "süßen Träume", "Accessoires mit Pfiff" und "modischen Akzenten" findet. Natürlich ist nicht jedes Design nach jedermanns Geschmack. Beispielsweise würde ich mir keine Puschen aus Granny Squares anziehen und auch meine Badehandtücher werden in Zukunft frei von Granny-Applikationen bleiben, aber die Vielfalt an Designideen - u.a. Brillenetui, Beanie, Wandbespannung, Shopper oder Tischset - überzeugt und nach dem Durchblättern und Betrachten des breiten Spektrums an Einsatzmöglichkeiten, schießen einem recht schnell eigene Ideen in den Kopf, zu was man seine Granny Squares alles verarbeiten kann.
Genau wie im Anleitungsteil der Granny-Muster legen die Autorinnen auch bei ihren Designideen großen Wert auf eine detaillierte Vermittlung der Arbeitsschritte. Jedem Design ist eine Doppelseite gewidmet, wovon ein großformatiges und anschauliches Foto des fertigen Produktes allein eine Seite einnimmt. Die Anleitung setzt sich wie folgt zusammen:
* Schwierigkeiten-Einstufung von 1-3 Händen
* Titel bzw. Produktname
* Größe des fertigen Produkts
* verwendetes Material (Wolle, Häkelnadel und weiteres Zubehör)
* Maschenprobe
* schriftliche Anleitung (z.T. mit unterstützenden Graphiken)
* Fertigstellung
Im Gegensatz zu vielen anderen Handarbeitsbüchern, wird hier jedoch nicht nur an erfahrene Häkler gedacht, sondern auch an diejenigen, die sich voller Tatendrang in ein neues Hobby stürzen und dann allzu oft demotiviert vor einem Buch sitzen, weil die farbenprächtigen Fotos zwar locken, jedoch die Kenntnis der Grundlagen fehlt. Neben der umfangreichen Mustersammlung und den zahlreichen Designideen widmet sich ein abschließendes, vier Seiten umfassendes Kapitel den Grundlagen des Häkelns. Hier wird in Schrift und Bild erklärt, wie die Abkürzungen für die Maschenarten lauten, wie man in Runden häkelt (Luftmaschenring oder Magic-Ring), verschiedene Stäbchen häkelt (einfaches, halbes, Relief- und Doppelstäbchen) und wie man zwei Stäbchen zusammen abmascht. Um ein reibungsloses fertigstellen der Häkelarbeiten zu gewährleisten wird außerdem noch kurz auf das Spannen und Dämpfen von Häkelteilen eingegangen und wie man Einzelteile zusammenhäkelt oder -näht.
Auf der letzten Seite befinden sich Kurzportraits der drei Autorinnen mit Angaben ihres Werdegangs und ihrer Internetpräsenz, bei denen es sich auf jeden Fall lohnt vorbeizuschauen!

Ein rundum gelungenes Häkelbuch, dass keine Wünsche offen lässt und bei dem ich nur eine abschließende Warnung mit auf den Weg geben muss:
Die kunterbunten und schnell gehäkelten Quadrate haben einen erhöhten Suchtfaktor, einmal angefangen, werden Sie so schnell nicht von der Nadel loskommen, und sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!

Samstag, 25. Juni 2011

[HÄKELN] Beanie im Slouch-Look


Die Idee für die Beanie stammt aus "Häkelideen mit Granny Squares". Die quadratischen Teile haben wirklich erhöhten Suchtfaktor und überhaupt bin ich von dem Buch schwer begeistert, sowohl von den detaillierten Anleitungen, als auch den vorgestellten Squares und den Designideen. Es wird auf jeden Fall noch im Juni eine Rezension dazu geben.

Bei der Anleitung für die Beanie stand eine Maschenprobe, die ich vor Beginn der Häkelarbeit leider nicht gemacht habe, so war die Beanie erst groß wie ein Sack, dann habe ich zuviel aufgeribbelt und sie war mir zu klein, ergo: jetzt hat meine Tochter eine neue Mütze und ich muss ein zweites Mal an die Nadel :D Aber wenigstens bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und habe daraus gelernt, dass wenn bei der Anleitung schon eine Maschenprobe dabei steht, ich die nächstes Mal auch besser mache.

Dienstag, 14. Juni 2011

[HÄKELN] "Spider to web" Lesezeichen

Die Anleitung des "Spider to web" Lesezeichens gibt es HIER.



Montag, 6. Juni 2011

[HÄKELN] Häkel-Minis

Nachdem ich gefühlt seit der Grundschule keine Häkelnadel mehr in die Hand genommen habe, weil ich Gehäkeltes immer langweilig oder potthässlich fand - kein Wunder, gehöre ich doch zu der Generation, die mit den gehäkelten Klorollenverkleidungen auf der Heckablage im Auto groß geworden sind - habe ich meine eingestaubten Häkelfertigkeiten mit dem Häkeln von sogenannten Minis aufgefrischt.
Da ich ein Typ bin, der gerne mal das Handtuch schmeißt, wenn alles nicht so klappt wie es soll, sind die Häkelminis wie für mich gemacht: im Buch von Kamuran Simsek "100 bezaubernde Häkelminis" habe ich viele schöne Ideen gefunden, die sich leicht nacharbeiten lassen, wenn man sich erstmal in die einfachen und kurzgehalten Anleitungen eingelesen hat. Es ist zwar nicht jede Grundmasche im Detail erklärt, aber wenn man schon einmal gehäkelt hat, findet man sich mit ein bisschen Übung alleine wieder rein oder man sucht auf Youtube nach Tutorials für die Grundmaschen. Um die Häkelminis nacharbeiten zu können, muss man Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen und Kettmaschen beherrschen. An Material reichen in der Regel Wollreste und mit ein bisschen Zubehör wie Haarspangen oder Broschennadeln kann man daraus lustige Accessoires zaubern.

Blümchenbroschen

Erdbeerhaarspange mit aufgesticktem Margeritenstich
Der Margeritenstich ist bei meinem ersten Versuch ziemlich grobmotorisch ausgefallen. Bei der Apfelscheibe ist er mir aber schon viel besser gelungen (dort habe ich ihn für das Kerngehäuse verwendet).

Apfelbrosche

Autoaufnäher

[HOME] Herzlichen Willkommen auf meinem Dritt-Blog!

Nachdem die Katze liest und Filipo der Drache in seiner Drachenküche brutzelt, brodelt, testet, backt und kocht, habe ich mich entschlossen für alles, was meine zwei linken Pfoten produzieren, einen dritten Blog einzurichten.
Neben Fotos von meinen fertigen Basteleien und Handarbeiten will ich darüberhinaus Bücher zu den betreffenden Themen vorstellen und von meinen Erfahrungen in Kursen berichten.

Über Kommentare freue ich mich immer sehr und nehme auch gerne Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu meinen Werken entgegen.

Viel Spaß beim Umschauen auf meinem neuen Blog!
Anette aka Katze mit Buch