Montag, 18. Juli 2011

[HÄKELN] Tassenwärmer #2

Weil es so viel Spaß macht eine zweite Ladung Tassenwärmer.

Ein Geschenk für meine Freundin Ina: "Exakt die gleichen Farben, genau dieselbe Größe und bitte mit den gleichen Knöpfen!" - zum Glück habe ich diesen Flohmarktfund gleich siebenfach ergattern können - und ein Miniatur-Tassenwärmer...


... für meine Tochter, die natürlich auch alles haben möchte, was Mama und ihre Freundinnen haben.
Passend für Kindertässchen oder Espressotassen.


Tipp: Tassenwärmer sollte man immer auf eine vorhandene Tasse angepassen!

Dienstag, 12. Juli 2011

[HÄKELN] Tassenwärmer

Wie schon erwähnt, komme ich einfach nicht von dem Buch "Häkelideen mit Granny Squares" los. Nach der Beanie im Slouch-Look habe ich nun einen der Tassenwärmer daraus nachgehäkelt.



Wie bereits bei der Beanie habe ich anscheinend viel lockerer gehäkelt als in der Vorlage angegeben (obwohl ich wirklich fest und gleichmäßig häkele!), zum Glück besitze ich überdimensional große Tassen, auf die mein Tassenwärmer trotzdem passt! Um beim nächsten Mal nicht wieder einen Sack oder ein 4-Personen-Zelt zu fabrizieren, habe ich mir nun dünnere Häkelnadeln besorgt. Jetzt muss ich mir nur noch das nächste Projekt aussuchen...

Montag, 11. Juli 2011

[NÄHEN] Nähkurs im Nähcafé Seidenfaden / Frankfurt

Früher war ich öfter kreativ, genäht - zumindest an einer Maschine - hatte ich allerdings nie, obwohl ich schon immer die tollen Dinge bewundert hatte, die andere mit Hilfe von Ideen, Stoffen und anderem Zubehör und eben einer Nähmaschine gezaubert hatten.
Der Wunsch selbst auch nähen zu können wurde vor einigen Monaten stärker, ebenso wie der, vergessene Hobbies wie Häkeln und Stricken endlich wieder mit Leben zu füllen. Bekannte und Freunde haben auf diesen Wunsch teilweise mit Unverständnis reagiert (Warum willst du Nähen können? Man kann sich die Sachen auch fertig kaufen.), teilweise mit Verwunderung (Wann willst du denn das noch machen? Gibt es auch was, was du nicht machst?).
Der Hauptauslöser war mit Sicherheit mein derzeitiger Brotjob. Mich persönlich befriedigt es in keinster Weise einerseits: in Routine zu verfallen und andererseits: abends "nichts in der Hand zu haben". Lösung: was neues Lernen und zwar etwas produktives.
Soweit so gut, nur wo einen Nähkurs hernehmen, der für mich (ohne Auto) erreichbar ist, bezahlbar und auf individuelle Bedürfnisse eingeht?

Plan A - mal gucken, was die Volkshochschule so anbietet - war schnell wieder verworfen:
* zu wenig Kurse
* unflexible Zeiten
* zu hohe Teilnehmerzahlen
* nach Möglichkeit sollte eine eigene Maschine mitgebracht werden
* festgelegte Kursinhalte
Plan B - nähen bei meiner Schwester lernen - ebenso:
* keine Lust
* wenig Zeit
* warum willst du das Lernen?
Hühnerdreck und Federfraß... dann doch "learning by doing"? Wer mich kennt, weiß das sowas schnell in die Hose gehen kann: ich traue mir wenig bis nichts zu, fange gerne Sachen an (und lasse sie dann jahrelang halbfertig liegen), bin ohne Ende ambitioniert und... lass das Ganze trotzdem kaum oder gar nicht angefangen wieder im Sande verlaufen.
Und nun?
Dank Internet bin ich dann aber auf folgende Seite gestoßen:


Das Nähcafé Seidenfaden liegt in Frankfurt und wurde im Herbst 2009 von Sylvia Schäfer eröffnet. Sie ist gelernte Schneiderin und bietet im Seidenfaden u.a. Nähkurse, Workshops und einen Änderungservice an.
Nach einem näherem Blick auf die Webseite von Seidenfaden war mir schnell klar, dass hier genau das geboten wurde, wonach ich gesucht hatte:
* flexibles Kursangebot
- Mo., Di., Mi. und Do. 19.15Uhr - 21.45Uhr
- Mi. 15.30Uhr – 18.00Uhr
- Fr. 16.00Uhr – 18.30Uhr
- Sa. 11.00Uhr - 13.30Uhr
- Sa. 14.15Uhr – 16.45Uhr
* Teilnehmerbegrenzung auf max. 6 Personen
* Nähmaschinen in ausreichender Zahl vorhanden (ebenso wie weiteres notwendiges Werkzeug wie Scheren, Stecknadeln usw.)
* frei wählbarer Kursinhalt
* Bus- und Straßenbahnhaltestelle nur wenige Meter von Nähcafé entfernt
Meine Wunschtermine habe ich alle auf Freitag gelegt, da diese Termine für mich am besten mit der Arbeit vereinbar waren, und da ich frühzeitig per Mail angefragt hatte, habe ich auch alle meine Wunschtermine belegen können. Gerade in der Herbst- und Winterzeit sind die Nähkurse stark frequentiert und daher sollte man sich bei Interesse frühzeitig um Termine kümmern!
Die Kurse sind gemischt, d.h. es gibt keine Trennung zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen, was aber kein Problem darstellt, weil Sylvia bei max. 6 Teilnehmern für jeden genug Zeit aufbringen kann und wegen dem offenen Kursinhalten sowieso kaum jemand das gleiche näht.
Wer zu Anfang noch ideenlos ist, was er nähen soll bzw. kann (oder sich einfach zuwenig zutraut beim ersten Mal, um sich selbst etwas auszusuchen), der bekommt in der ersten Stunde einen einfachen Schnitt zur Verfügung gestellt inkl. Stoff, der auch für blutige Anfänger in der ersten Nähstunde à 2 1/2 Zeitstunden fertigzustellen ist (ist er!).
Die Atmosphäre im Nähcafé ist locker, Sylvia kompetent und offenherzig, sie steht mit Rat und Tat bei Problemen und Fragen zur Seite, jedoch ohne sich ungefragt aufzudrängen.
Durch die frei wählbaren Kursinhalte bekommt man neben seiner eigenen Arbeit natürlich auch viele Ideen und Anregungen der anderen Kursteilnehmern mit, da die Ohren beim Bedienen der Nähmaschine nicht benötigt werden ;) Außerdem ergeben sich nette Gespräche, warum, wieso, weshalb die anderen zum Nähen gekommen sind, wer denn zukünftig welche Sachen nähen will, aus welchen Personen sich Sylvias Klientel zusammensetzt usw. usf. Neben - hoffentlich - gelungenen Eigenkreationen bietet der Besuch des Nähcafés also wirklich eine gemütliche Umgebung, viel Spaß und nette Kontakte!
Und nun geht's ans Eingemachte: Mein Näh-Fazit nach der Halbzeit des Kurses!
Für den ersten Termin habe ich das Angebot in Anspruch genommen das kleine Täschchen zu nähen, für das man Schnitt und Material zur Verfügung gestellt bekommt. Die Vorteile: es ist locker in der verfügbaren Zeit fertig zu stellen, der Schnitt ist sehr einfach und umfasst nur drei Einzelteile, die Tasche ist komplett mit der Maschine zu nähen, es ist kein Nacharbeiten oder Fertigstellen per Hand nötig, d.h. man geht voll motiviert aus dem Kurs und freut sich auf die folgenden Termine!


Für die zweite Stunde habe ich mir einen Knotenbeutel herausgesucht, für den ich im Internet eine freie Anleitung gefunden hatte. Den verkleinerten Schnitt habe ich bereits zu Hause auf Papier übertragen, damit mir während des Nähkurses nicht zu viel Zeit verloren geht. Da ich entweder nicht genau genug zugeschnitten hatte oder ein Fehler in der Anleitung war, habe ich bei der Tasche auf den runden Boden verzichtet, der wollte partout nicht passen und Falten einnähen oder den Boden nochmals neu zuschneiden und versäubern mochte ich nicht. Bis auf kleine Hilfestellungen habe ich bei meinem zweiten Termin Sylvia gar nicht um Rat oder Unterstützung bitten müssen, und herausgekommen ist dieser Beutel (bei dem ich allerdings noch ein bisschen was mit der Hand vernähen muss *stöhn*):


Nicht perfekt, aber meine Tochter findet ihn selbstverständlich trotz kleiner Anfängermängel wunderschön (Mama-Bonus *ggg*). Ich habe mich selbst etwas unter Stress gesetzt, weil ich den Beutel gerne an diesem Freitag fertig haben und nicht mit in die nächste Stunde nehmen wollte. Ich habe zwar zu Hause eine ältere Maschine, aber daran möchte ich mich erst setzen, wenn ich den Kurs abgeschlossen habe, da mir zu Hause momentan Platz und einiges an Zubehör fehlt und ich nicht mehrfach zwischen moderner und alter Maschine von zwei verschiedenen Herstellern umdenken möchte, aber das kann ja jeder handhaben wie er will. Ich weiß auf jeden Fall, mit etwas weniger Stress meinerseits, wäre die Tasche noch besser geworden, aber dafür, dass ich gerade erst zum zweiten Mal an einer Nähmaschine gesessen habe, darf ich mir trotz meiner eigenen Pingeligkeit mal auf die Schulter klopfen *klopfklopf*
Nach eigener Erfahrung kann ich jetzt sagen: "Geht nicht, gibt's nicht!" Sylvia ist eine fantastische Lehrerin, der ich zutraue wirklich JEDEM das Nähen beizubringen.
Im Vergleich zu dem Volkshochschulkurs, der ich zuerst ins Auge gefasst hatte, ist das Lernen bei einer ausgebildeten Schneiderin und den einmaligen Konditionen auch gar nicht mal teuer:
Kurs im Nähcafé Seidenfaden: 65€ (4 Termine à 2 1/2 Zeitstunden)
Kurs an der Volkshochschule: 58€ (5 Termine à 3 Zeitstunden)
Keine Sorge: Sylvia schubst keinen Punkt Kursende von der Maschine weg, ich habe beide Male ungefähr eine Viertelstunde überzogen, das stellt kein Problem dar, wenn man nur noch eine Kleinigkeit fertigzustellen hat. Die Volkshochschule ist da mit Sicherheit nicht annähernd so flexibel.
Nähcafés gibt es mittlerweile in mehreren deutschen Großstädten, meine Empfehlung für das Konzept habt ihr ;) Ich ärgere mich höchstens darüber, dass ich dieses tolle Hobby nicht schon viel früher für mich entdeckt habe!